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    Pflege selber machen - ganz einfach

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    lavendelhexe
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    Pflege selber machen - ganz einfach

    Beitrag  lavendelhexe am Fr 02 Sep 2011, 10:51

    Wer sich seine Pflegeprodukte selber rühren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Die einen wollen gekaufte Kosmetik (ob NK oder KK) mehr oder weniger nachbasteln, andere möchten ihre eigenen Produkte wie Ölauszüge etc. mit so wenig Zutaten wie möglich verarbeiten.
    Man kann sich ganz langsam vortasten und mit sehr wenig anfangen.

    Das allereinfachste: nimm dein Fläschchen mit Kräuteröl, drehe den Deckel ab, leg die Handfläche auf die Öffnung, kurz umdrehen - nun hast du 1 - 3 Tropfen Öl in deiner Handfläche. Dazu gibst du nun einige Tropfen Flüssigkeit (ein Hydrolat, Mineralwasser, weiches Leitungswasser, ein gutes NK-Gesichtswasser). In den Handflächen verreiben, auf dem Gesicht verteilen, fertig. Hier kann man schon anfangen zu spielen: verschiedene Öle und Wässer, mehr oder weniger Öl oder Wasser. Das Öl mit äth. Ölen anreichern.....
    Als Basis kann man statt Öl natürlich auch Salben und Balsame verwenden, also wasserfreie Mixturen aus Ölen, Fetten, Wachsen.


    Die nächste Stufe: Öl und Wasser in einer Flasche, als Schüttelpflege. Dazu muß das Wasser konserviert werden.
    Wenn man ein Gesichtswasser als Grundlage nimmt, so ist das i.d.R. konserviert. Ansonsten kommt Alkohol ins Spiel. 10 - 15 % der Wassermenge an Alkohol. Beispiel:
    25 g Wasser, 3 g Melissengeist, 5 - 10 g Öl

    Auch hier kann man mit verschiedenen Ölen und Wässern und dem Öl/Wasser-Verhältnis spielen. Vor Gebrauch schütteln.

    Weiter gehts: eine stabile Lotion soll entstehen. Nun kommt der erste Emulgator ins Spiel. Lysolecithin. Eine braune, zähe Flüssigkeit. In die Schüttelpflege einfach ein Schwupperle (1 - 2 g) LL geben, schütteln und staunen. Wasser und Öl sind nun verbunden.

    Wenn man das alles gut verträgt (nicht jede Haut mag jeden Emulgator) kann man noch Wirkstoffe zugeben. Sehr beliebt und gebräuchlich sind Harnstoff, Panthenol und Glycerin.

    Und dann kann man immer noch ins "echte" Creme rühren einsteigen und sich weitere Emulgatoren, Pflanzenbutter wie z.B. Shea, weitere Wirkstoffe usw. zulegen.

    Noch ein Wort zur Konservierung: sowie Fett und Wasser zusammen kommen, besteht Verkeimungsgefahr. Ich konserviere immer nur für 4 - 6 Wochen. Dafür nehme ich 10% Melissengeist, gerechnet auf die Wasserphase. Will man für einen längeren Zeitraum konservieren, so nimmt man bis zu 15 % Alkohol. Aber länger als 8 Wochen würde ich nichts selbstgemachtes benutzen.

    Und wer unbedingt einen Kräutertee als Wasserphase benutzen will, muß diesen alle 2 Tage frisch kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Empfiehlt sich also nicht, wenn man Fett und Wasser zusammen bringen möchte, sondern nur für Möglichkeit 1.

    Was man beachten sollte: die Lichtstabilität der Öle. Es sind besonders die (teuren) Wirkstofföle, die man im Sommer tagsüber nur in geringen Mengen einsetzen soll. Auf Olionatura ist das wunderbar erklärt.
    Und das man Johanniskrautöle nur zur Nachtpflege nimmt oder wenn man garantiert den Tag im Haus verbringt, weiß ja jede die Kräuterfrau. 059

    Also die teure Rührausstattung ist gar nicht notwendig. Es gibt ganz wunderbare Bücher zu diesem Thema dieses hier z.B. aber auch neuere wie das hier.


    Zuletzt von lavendelhexe am Fr 02 Sep 2011, 14:26 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Links ergänzt, Konservierung ergänzt)


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    shiana

    Re: Pflege selber machen - ganz einfach

    Beitrag  shiana am Fr 02 Sep 2011, 13:55

    Toll erklärt, Hexchen!

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