Waldmeister hab ich massenweise im Garten. Das wuchert wie Unkraut. Geteilt und verpflanzt hab ich ihn auch schon, hat wunderbar geklappt. Der Waldmeister verbreitet sich aber nicht nur durch kleine Ausläufer sondern er bildet nach der Blüte kleine stachelige Kügelchen, die sich leicht im Fell vorbeistreunender Tiere verfangen und so über eine größere Entfernung verteilt werden. So bist du warscheinlich zu deinem Waldmeister gekommen.
Du kannst den Waldmeister zum einen frisch verwenden, dann sollte er ein bißchen angewelkt sein; das Aroma kommt dann stärker durch. Und aromatischer ist er vor der Blüte. Für die Bowle brauchst du ca. eine handvoll Waldmeister für einen Liter Weißwein. Zwei Std. einlegen, 2 EL Zucker dazugeben und mit einer gut gekühlten Flasche Sekt auffüllen.
Für Maibowle
alkoholfrei brauchst du
4-5 g Waldmeister von der Blüte leicht angewelkt 2 Zitronen (Saft) 600 ml Apfelsaft 400 ml Mineralwasser.
Den Waldmeister mit dem Kopf nach unten ca. 20-30 Minuten in der Bowle ziehen lassen. Die Stielenden sollten die Bowle dabei nicht berühren.
Hauptverwendung findet der Waldmeister aber getrocknet als Beigabe in Tees, da er beruhigend und krampflösend wirkt und bei Kopfschmerzen und Migräne helfen soll. Allerdings darf er dann nicht überdosiert werden, da der Wirkstoff Cumarin der Pflanze bei erhöhter Dosierung Kopfschmerzen verursacht.
Dafür sollte der Waldmeister während der Blütezeit geerntet werden.
Man kann ihn auch gemischt mit anderen Kräutern z. B. Lavendel zu einem Duftkissen verarbeiten.
Dann kann man auch eine Waldmeistertinktur ansetzten. Soll wie der Tee bei Kopfschmerzen und Krämpfen (auch bei Periodenkrämpfen)und bei Erkrankungen von Lunge, Magen, Darm, Leber, Galle und Niere, ferner bei Venenerkrankungen helfen. Dafür nimmst du 20 g Waldmeister auf 100 ml 60% Alkohol (fünf Tage ansetzen). Von der Tinktur 20 Tropfen in etwas Wasser auflösen oder auf einem Stück Zucker einnehmen.
In der Lebensmittelindustrie ist der Einsatz von echtem Waldmeister verboten, da der Wirkstoff Cumarin im Verdacht steht Leberschäden zu verursachen.
Für die Anwendung auf der Haut habe ich keine Infos gefunden, das wäre für mich jetzt am ehesten interessant gewesen. Daher werde ich meinem Waldmeister mal ein bißchen die Ausläufer stutzen.

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